Lumi war vor kurzem im Kindergarten!


Hüttenbusch(vdo) Lumihiutale, ein junger großer weißer Schäferhund sitzt geduldig zwischen neugierigen Kindern. Die Kinder zappeln herum und würden am liebsten auf den Hund zustürzen. Um den Hund nicht zu verwirren, dürfen sie endlich, jeweils zu zweit den Hund streicheln und füt-tern. Aber nicht alle Kinder sind begeistert. Einige haben zunächst Angst. "Das ist einer der Gründe für diesen Be-such." erklärt Gaby von Döllen, die den Besuch mit ihrem Hund angeregt hatte. "Es gibt doch viele Kinder mit Angst. Die wollen wir etwas abbauen". Durch die Kampfhundediskussion gibt es sehr viele Vorurteile. Jutta Witte, Leiterin des Kindergartens, war sofort mit dem Experiment einverstanden. "In Schulen gibt es solche Besuche schon. Ich finde es schön, wenn unser Kindergarten hier et-was zur Normalisierung zwischen Mensch und Hund beitragen kann." meint sie dazu. Die Kindergärtnerinnen der Bärchengruppe Adeltraut Teßmann und Hildegard Wrieden haben den Kindern schon vieles über Pflege, Fütterung und Verhalten erzählt. Jetzt erleben sie einen lebenden Hund: "Der schnüffelt ja überall!" ist zu hö-ren und jemand verteilt Ratschläge: "Tretet dem nur nicht auf den Schwanz!" Alle haben ihren Spaß. Auch Mirco (4 Jahre) und Neele (4), haben schnell ihre Angst überwunden und spielen mit. Beide haben keinen Hund zu Hause. Eine wichtige Sache gibt es dann noch zu bereden. "Was macht ihr, wenn ein Hund alleine auf euch zuläuft?" fragt Gaby von Döllen in die Runde. "Weglaufen!" ist die spontane Reaktion. Die Kinder bekommen erklärt, dass dieses eigentlich falsch ist. Ein Hund ist ein Jäger und das Weglaufen animiert ihn zur Verfol-gung. "Der Hund ist sowieso schneller und holt euch ein." sagt Gaby von Döl-len. "Besser ihr bleibt ruhig stehen und lasst den Hund schnüffeln." Das leuchtet den Kindern ein. "Allerdings werden das viele bald wieder vergessen." vermutet Adeltraut Teßmann. "Man muss immer wieder darauf hinweisen." Zum Schluss bekommt Lumi von den Kindern einen Knochen geschenkt. Als er dann hechelnd neben ihnen sitzt, meinen die Kinder "Der lacht ja!" Jutta Witte zeigt sich zufrieden und möchte, dass Lumi am Donnertag auch die andere Gruppe besucht. Dann fragt sie "Wie bekommt man einen Hund so lieb?" Das fängt mit der richtigen Wahl an und hört mit einer guten Ausbildung auf, meint Gaby von Döllen dazu. Jeder Hunde-besitzer ist für seinen Hund verantwortlich. Wenn jeder seinen Hund mit Liebe in die Gesellschaft integrieren würde, hätten wir die allgemeine Hundefeindlichkeit vielleicht nicht.